Die 5 Elemente – Ernährung und Wissenenswertes

In der traditionellen Chinesischen Medizin wird der 5 Elemente Ernährung (Diätetik) sehr große Bedeutung geschenkt, da Ernährungsfehler als wichtige Ursache für energetisches Ungleichgewicht und dadurch ausgelöste Erkrankungen gelten. Diätetische Empfehlungen und die Verordnung eines Kräuterheiltees laufen immer Hand in Hand um eine langfristige Verbesserung des Gesundheitszustandes zu erzielen. In China ist tatsächlich jeder Arzt ein guter Koch! Köche werden in der chinesischen Tradition auch dadurch sehr geschätzt, da es ihre Aufgabe ist, die Gefahr von Erkrankungen – eventuell durch klimatische Einflüsse hervorgerufen – rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend ausgleichende Gerichte zuzubereiten. Zwar sind Ernährungsempfehlungen immer individuell auf das energetische Konstitutionsbild und das momentane Empfinden des Patienten abgestimmt, aber die Kunst des Kochens nach den fünf Wandlungsphasen besteht darin, durch eine sehr ausgewogene Ernährungsweise in Einklang mit klimatischen Einflüssen, Krankheiten erst gar nicht entstehen zu lassen. (Claude Diolosa)

DIE 5 ELEMENTE

5 ElementeDie fünf Elemente Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit zugehörigen Lebensmitteln farblich gekennzeichnet im Sinne der 5 Elemente Ernährung findest Du hier zusammengefasst. Als auch einige Zusammenhänge aus der Natur, der Philosophie und Dichtkunst.

HOLZ – FEUER – ERDE – METALL – WASSER… dies ist der sich immer wiederholende Kreislauf im Makro- und Mikrokosmos. Das Kind ist pure Holzenergie, der Mensch wenn er stirbt ist schon wieder an der Schwelle zu neuem Erwachens, dem sprießen in ein neues Leben.

Mehr dazu findest Du, aufgeteilt in die 5 Elemente weiter unten. entsprechend der thermischen Wirkung der Lebensmittel nach TCM sind die Lebensmittel markiert mit den Farben: wärmend – grün, heiß – rot, neutral – gelb, kühlend – blau und kalt – schwarz.

 

 

HOLZ

HOLZ„Der Mensch, wenn er ins Leben tritt, ist weich und schwach, und wenn er stirbt, so ist er hart und stark.

Die Pflanzen, wenn sie ins Leben treten, sind weich und zart, und wenn sie sterben, sind sie dürr und starr.

Darum sind die Harten und Starken Gesellen des Todes, die Weichen und Schwachen Gesellen des Lebens“ (Aus dem Tao Te King)

 

Holz entsteht aus einem winzigen Samenkorn, dessen Keimling an die Oberfläche stößt. Aus dem Keim wird eine Pflanze, die empor wächst. Es entsteht ein junger Baum, der mit den Jahren an Umfang und Höhe zunimmt. Seine Jahresringe zeigen sein Lebensalter auf. Sein Holz ist zunächst weich und biegsam und wird mit zunehmendem Alter starr und hart. Je härter und unflexibler sein Holz wird, je größer der Baum wird, desto angreifbarer ist er für Wind und Sturm. Irgendwann werden ihm seine Stärke und Macht zum Verhängnis, er zerbricht daran, fällt um, wird über Zersetzungsprozesse verbrannt und der nächsten Wandlungsphase ausgesetzt.

Die Bewegung wächst von unten nach oben.

Organe: Leber, Gallenblase

Geschmack: sauer

Ernährung: bewahrt die Säfte, befestigt, zieht zusammen

Lebensmittelbeispiele: Hefe, Weizen, Dinkel, Tomate, Essiggurke, Sauerkraut, Apfel, Erdbeere, Zitrone, Hagebuttentee, Hibiskus Tee Weizenbier, Fruchtsaft, Quark, Kiwi, Rhabarber, Hähnchen, Huhn, Balsamessig, Essig, Kirschsaft

FEUER

FEUER

Ja, ich weiß, woher ich stamme, ungezügelt gleich der Flamme glühe und verzehr ich mich.

Licht wird alles, was ich fasse. Kohle wird alles, was ich lasse. Flamme bin ich sicherlich.

(Nietzsche)

 

Das Feuer symbolisiert Wärme, Licht, Gefahr, Zorn, Ärger und Zerstörung.

Das Feuer war früher Mittelpunkt der alten Völker, welche die Herdstelle hüteten.

Das Feuer schützte vor wilden Tieren und gab die zum Überleben notwendige Wärme. Die Feuerstelle war ein heiliger Ort. Das Feuer wurde als der Übergang vom Materiellen zum Gasförmigen, als Übergang zur geistigen Welt empfunden. Der Sitz des Feuers im Körper ist der Herzbereich. Der Herzbereich stand seit jeher für das Gefühl der Welt. Hier entscheidet sich, ob ein Mensch sich herzlos, kalt oder – im krassen Gegensatz hierzu – im Mitleid der Welt verbrennt.

Die Bewegung des Feuers ist ausbreitend und auf den Herzbereich bezogen.

Organe: Herz, Dünndarm, Dreifacher Erwärmer, Kreislauf, Sexus

Geschmack: bitter

Ernährung: führt ab, trocknet aus, entzündungshemmend

Lebensmittelbeispiele: Roggen, Artischocke, Feldsalat, Holunderbeere, Quitte, Getreidekaffee, Kaffee, Rosenkohl, Chicorée, Eisbergsalat, Endiviensalat, grüner Salat, Radicchio, schwarzer Tee, grüner Tee, Scharfgarbe, Buchweizen, Ziegenkäse, Ziegenmilch, Curcuma, Kakao, Mohn, Oregano, Thymian, Rosmarin, Rotwein (trocken), Wermut, Bockshornklee, Lamm, Ziege.

ERDE

ERDE

„Die Erde ist ein lebendiges Wesen“

(Platon)

 

Das Holz wird vom Feuer verbrannt und wird zur Erde. Die Erde nimmt unter allen Elementen eine Sonderstellung ein. Alles kommt aus der Erde und kehrt wieder zu Ihr zurück. Die Erde ist der integrierende Bezugspunkt allen Seins. Die Erde ist unsere Mutter. Sie hat uns geboren und nährt uns. Wir müssen die Erde ehren wie eine Mutter. Wir müssen ihre Eigenart achten und schützen. Wer die Ökologie der Erde zerstört, zerstört die Grundlage allen Seins, entzieht sich die eigene Lebensgrundlage und zerstört die Zukunftschancen der kommenden Generationen. Wer den Boden unter den Füßen verloren hat, ist verloren. Mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, geerdet sein, ist die Voraussetzung für gelungenes Leben.

Die Erde existiert im ewigen Rhythmus von Geburt – Leben – Tod – Geburt – Leben – Tod. Sie macht uns die Begrenztheit, aber auch Kontinuität unseres menschlichen Seins bewusst. Die Bewegungsvorstellung ist, dass alles in der Mitte zusammenkommt, aber auch wieder alles von der Mitte sich löst.

Die Erde gibt, die Erde nimmt.

Organe: Milz, Magen, Bauchspeicheldrüse

Geschmack: süß

Ernährung: regt an, harmonisiert, befeuchtet, entspannt

Lebensmittelbeispiele: alle Getreide Mehle, Flocken und Grützen, Mais, Cashewnuss, Aubergine, Blumenkohl, Brokkoli, Champignon, Paprika, Gurke, rote Beete, Spinat Zucchini, alles süße Obst, Birne Ahornsirup, Estragon, Distel Öl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Gemüsesaft, Sojamilch, Kamillentee, Süßholztee, Erdnuss, Mandel, Sesam, Avocado, Rübe, Ananas, Dattel, Pflaume, Butter, Ei, Milch Joghurt, Sahne, Kalb, Rind, Honig, Sonnenblumenkerne, Spargel, Banane, Mango, Wassermelone, Amarant, süßer Reis, Fenchel, Möhre, Süßkartoffel, Aprikose, Pfirsich, Traube, Rosine, Vanille Walnuss Öl, Traubensaft, Fencheltee, Kümmeltee, Zimtpulver.

 

METALL

METALL

„Selbst Gold setzt Rost an:

Im Blattwerk bergen sich alte Zeiten.“

(Haiku)

 

Metall vermittelt die Vorstellung von Substanz, Festigkeit und Struktur. Die Minerale der Erde liefern die wesentlichen Bestandteile und sorgen für die Reichhaltigkeit des Bodens. Erze sind Metalle, Verdichtungen der Erde. Metalle sind gute Leiter für Wärme und Elektrizität, für Energie.

Der Mensch schmückt sich mit Metallen: Gold, Silber, Platin, Bronze.

Das Element Metall ist der Lunge zugeordnet. Die Lunge ist das Organ für Deinen Austausch mit der Welt. Hier ist der Ort des Stoffwechsels von außen und innen. Im Atmen zeigt sich Dein Kontakt zur Welt.

Die Bewegungsvorstellung des Elementes Metall wäre ein großer Ring aus Metall, der von den Händen umzeichnet wird.

Organe: Lunge, Dickdarm

Geschmack: scharf

Ernährung: öffnet und verteilt, löst Stagnation auf, schweißtreibend

Lebensmittelbeispiele: Reis, Kohlrabi, Kresse, Radieschen, Rettich, Hase, Champagner Weißwein (trocken), Pfefferminze, Hafer, Frühlingszwiebel, Meerrettich, Schalotte, Zwiebel, Käse, Harzer, Münster, Schimmelkäse, Gans, Fasan, Hirsch, Wildschwein, Basilikum, Dill Ingwer, Kardamom, Knoblauch, Koriander Kümmel, Petersilie, Senf, Schnittlauch, Chili, Fenchelgewürz, Muskatnuss, Nelke, Pfeffer, Zimtrinde, Alkohol (hochprozentig), Glühwein, Yogi Tee

WASSER

WASSER„Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres und Schwächeres als das Wasser. Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt,

kommt Ihm nichts gleich. Es kann durch nichts verändert werden. Dass Schwaches das Starke besiegt und Weiches das Harte besiegt,

weiß jedermann auf Erden.“ (Aus dem Tao Te King)

 

Das Wasser ist das Grundelement des Lebens. Zwei Drittel der Erdoberfläche bestehen aus Wasser. Wasser lässt sich nicht in der Faust gefangen halten, es entweicht. Es passt sich der Gestalt jeden Gefäßes an. Wasser ist gestaltlos, hat aber einen Rhythmus und einen Zyklus:

Regen – Quelle – Fluss – Ozean – Dampf – Regen…

Wasser ernährt uns. Wasser hat eine heilende und reinigende Wirkung

Die Jahreszeit des Wassers ist der Winter.

Die Bewegung des Wassers ist weich und fließend.

Organe: Nieren, Blase

Geschmack: salzig

Ernährung: weicht auf, führt ab, wirkt Stagnation entgegen

Lebensmittelbeispiele: Adzukibohne, Bohne, Kichererbse, Linse, Erbse (getrocknet), Aal, Barsch, Forelle, Garnele, Krabbe, Lachs, Krabbe Thunfisch, Karpfen, Alge, Agar-Agar,Salz, Miso, Sojasauce, Quellwasser ohne Kohlensäure

 

 

Hier kannst Du eine ausführlichere und übersichtliche Nahrungsmittel-Liste als Poster beziehen,

einfach das Bild anklicken und Du kommst in den Shop.

Kochen nach den 5 Wandlungsphasen

Chinesische Medizin ist 80 Prozent Lebensführung, 10 Prozent Akupunktur, 10 Prozent Kräutermedizin
Lebensführung bedeutet die Art, wie wir täglich leben, wie wir in der Früh aufstehen, was wir essen, wie wir uns bewegen, wie wir mit unserer Arbeit umgehen, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen, mit unseren Partnern, mit unseren Kindern, unseren Tieren, woran wir glauben, wovor wir Angst haben, unsere Einstellung zu Krankheit und Tod und wie wir am Abend schlafen gehen. Ich bin praktischer Arzt mit einer kleinen Allgemeinpraxis für Traditionelle Chinesische Medizin in einem typischen Arbeiter- und Einwandererbezirk in Wien-Favoriten. In diesem Buch erzähle ich Ihnen von meinem Leben, von den Erfahrungen, die ich machen durfte, von meinen Erkenntnissen aus diesen Erfahrungen, den Erfahrungen eines praktischen Arztes, eines Allgemeinmediziners, der als westlicher Schulmediziner den Weg zur Chinesischen Medizin gefunden hat. Ich möchte Ihnen in diesem Buch viele viele Anregungen für ein achtsameres, glücklicheres, gesünderes und vielleicht längeres Leben geben.

Dieses Buch ist kein TCM-Lehrbuch und soll auch keines sein. Der Anspruch eines Lehrbuches wäre der, alle möglichen Aspekte einer Störung oder Erkrankung systematisch anzugeben. Ich gebe bewusst jene Aspekte an, die, aus meiner Erfahrung, die wichtigsten sind, und verzichte auf die systematische Auflistung aller möglicher Ursachen, um das Wesentliche nicht aus den Augen zu. Trotzdem oder gerade deshalb erfahren Sie sehr viel über die Chinesischen Medizin, aber eben aus meiner persönlichen Ecke heraus.
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